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Kürbiszeit die zweite: diesmal geht es dem Patisson an den Kragen #yummi

Der sternförmige Patisson Kürbis wiegt gut drei Pfund und wird heute gleich in drei Varianten zubereitet. Doch zunächst einmal muss er "zerlegt" werden. Dafür halbiere ich den Patisson und löse die Kerne und das faserige Fruchtfleisch mit einem Löffel. Die Kerne komplett von den Kürbisfasern zu befreien ist ganz schön mühsam (am besten unter fließendem Wasser), danach kann man die Kerne aber langsam in einer Pfanne rösten und die schmecken dann einfach super lecker.

Entlang der Kerben kann man die Kürbishälften gut in Spalten schneiden. Die Schale läßt sich dann einfach mit einem Sparschäler entfernen. Den dicken Teil der Spalten schneide ich soweit es geht in 1-2cm dicke Scheiben, daraus werden später die Schnitzel gemacht. Der restliche Kürbis wird in dicke Würfel geschnitten. Die Kürbiswürfel in kochendem Salzwasser 5-10 Minuten garen.

Variation 1: Kürbissalat

Für einen Salat die noch warmen Kürbiswürfel mit einer (sauren) Essig-Öl-Sauce übergießen und einige Zeit marinieren lassen. Ich habe als Sauce eine Mischung aus Balsamico, Olivenöl, Pfeffer, Salz, Zucker und Senf verwendet. Verfeinern kann man den Salat mit fruchtigen Tomaten, Paprika oder Frühlingszwiebeln und natürlich mit den zuvor gerösteten Kernen.

Variation 2: Kürbisschnitzel

Die Kürbisscheiben zunächst von beiden Seiten mit Salz einreiben und einige Minuten stehen lassen. Das ausgetretene Wasser abtupfen und die Scheiben anschließend mit Pfeffer und Paprika würzen. Zum panieren zuerst in Mehl, dann in verquirrltem Ei mit Sahne und schließlich in Semmelbrösel wenden. In einer Pfanne mit heißem Fett ausbacken.

Variation 3: Kürbisgratin

Hierfür habe ich Schalotten, kleine Pfifferlinge und Speck (oder Schwarzwälder Schinken) in der Pfanne angebraten und kräftig mit Salz und Pfeffer gewürzt. Anschließend 2 EL Schmand (einen halben Becher) unterrühren. In einer eingefetteten Auflaufform die gekochten Kürbiswürfel ebenfalls salzen und pfeffern und mit der Pilz-Zwiebel-Mischung vermengen. Nach Belieben gehackte Kräuter hinzugeben. Geriebenen Käse (Emmentaler oder Gouda) mit 1 EL Paniermehl mischen und über den Gratin geben. Zum Schluss noch ein paar von den gerösteten Kernen darüber streuen. Im Backofen bei 200° etwa eine halbe Stunde überbacken.

 

Von allen drei Varianten schmeckt mir persönlich der Gratin am besten. Er ist herzhaft-pikant und schmeckt in Kombination mit Schmand und Kräutern sehr lecker. Insbesondere die Kürbiskerne im Käse eingebacken machen die Kruste noch etwas knuspriger.